Einkaufsstadt Verden

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Ackerbürgerhaus

Ackerbürgerhaus © Stadt Verden (Aller), Fotograf Frank Pusch  Ackerbuergerhaus Wand © Stadt Verden (Aller), Fotograf Frank Pusch

Das Fachwerkhaus in der Strukturstraße 7 wurde 1577 durch Henricus Elvers, Notar und Vikar an der Kirche St. Andreas errichtet. Es zählt zu den prächtigsten mittelalterlichen Baubeispielen eines niederdeutschen Hallenhauses des 16. Jahrhunderts im nördlichen Weserraum. Obwohl es von der Größe und Gestalt der Innenräume eher einem bürgerlichen Haus zuzuordnen ist, orientiert sich die aufwendig geschnitzte Außengestalt nach Originalvorlagen zeitgenössischer Künstler am Vorbild der hochherrschaftlichen Bauten jener Zeit. Das Haus wurde über mehrere Jahrhunderte erstaunlich wenig verändert. Es dokumentiert in einzigartiger Weise das damalige Baugeschehen in der Stadt im Wandel vom Mittelalter zur Neuzeit. Im Volksmund wird das Haus „Ackerbürgerhaus“ genannt, auch wenn es vermutlich nie als solches genutzt wurde.

„Hinricus Elves me ftc“, (d.h. `Hinricus Elves hat mich gemacht´), so beginnt die gut lesbare Inschrift auf dem unteren Balken. Die oberen Schwellen sind mit Ranken und Blattwerk dekorativ in Flachschnitt verziert. Dagegen weisen die Bohlenfüllungen unter dem Fenster Rosetten und Sternmuster auf.

Die Herzogin Charlotte Sophia von Kurland (1651–1728), seit 1688 Reichsäbtissin im Stift Herford, verbrachte ihr Exil (familiäre Erbstreitigkeiten) von 1703 bis zu ihrem Tode in dem Haus.

Das Gebäude wurde 1971 von der Stadt gekauft und zwischen 2004 und 2007 aufwendig saniert. 

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Strukturstraße 7
27283 Verden (Aller)

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